Zu dünne Kabel?

09.12.2013 13:55
#1 Zu dünne Kabel?
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Ich bastele ja nun öfter mal an meinen Vamos rum, weil die Isolierung im 510er Anschluss immer wieder bricht.
Das habe ich mittlerweile gut im Griff, nur letztes Mal, als ich die Kabel auch noch austauschen wollte ist mir was aufgefallen.

Wenn ich auf Elektronikseiten schaue, wie dick ein Kabel für welche Leistung sein muss und dann schaue, was im Vamo für Kabel drin sind, dann sind die original Kabel deutlich zu dünn.
Aber nicht nur das, man bringt gar keine dickeren Kabel rein, weil auch die Anschlüsse an der Elektronik genauso kleine Löcher haben.

Bevor jetzt einer sagt, China, billig, Schrott, nein, das ist scheinbar immer so.
Ich bastele nebenbei noch an einem DNA20-BoxMod und die DNA20 Elektronik, im Original von Evolv, hat genau dieselben winzig kleinen Kontakt-Löcher.

Die Frage ist also:
Kann man im Pulsbetrieb und wenn die Leistung immer nur ein paar Sekunden lang fliessen muss tatsächlich dünnere Kabel ohne Probleme verwenden?


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09.12.2013 13:58
avatar  Cult
#2 RE: Zu dünne Kabel?
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Muss ja wohl so sein sonst hätten ja die tausende von Benutzern probleme damit, ich denke dass die Kabelstärke ausreichend ist.


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09.12.2013 14:01 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 14:01)
#3 RE: Zu dünne Kabel?
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Naja, zwischen machbar und sinnvoll ist da aber möglicherweise ein Unterschied.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wird ein zu dünnes Kabel einfach nur etwas warm.
Im Dauerbetrieb auch heiss, aber das kommt ja beim Dampfen nicht vor.
Trotzdem hätte man da mit einem zu dünnen Kabel Leistungsverluste, auch wenn der Normalbenutzer das kaum merkt, oder nicht?


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09.12.2013 14:57
avatar  jotwede
#4 RE: Zu dünne Kabel?
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He(d)ronist

Überschlägig gerechnet, und unabhängig davon dass der Vamo das überhaupt nicht liefern kann, fließen bei 15W an ner Microcoil-Wicklung von angenommen 0,8Ohm ca. 3,5 A.
Verlusstleistung am Draht ist abhängig von dem Querschnitt und der Länge des Drahtes.
Bei den 2-3 cm die, wie ich annehme, im Vamo verbaut sind, sollten die 3,5A für einen Draht von der Stärke eines Klingeldrahtes, denke mal das sich der Vamo Draht in dieser Region bewegt, kein Problem darstellen.
Zumal es sich um einen Einzelleiter und kein mehradriges Kabel handelt.
Wenn es wirklich suboptimal wäre, sollte man eine deutliche Erwärmung des Vamo wahrnehmen. Da habe ich aber bisher noch nix von gelesen.
Das sage ich jetzt ohne einen Beleg dafür liefern zu können, sondern weil mein Gefühl als Informationselektroniker sagt das ist o.k.

Gruß aus FR
Peter


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09.12.2013 15:26 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 15:28)
#5 RE: Zu dünne Kabel?
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Danke jotwede.

Ich gebe dir mal die Fakten dazu:
Vamo liefert im VV Modus gestackt bis zu 30 Watt bei 6 Volt, oder auch 5 Ampere.
Ich nutze das tatsächlich fast voll aus und dabei wird der Vamo tatsächlich warm.
Jetzt nicht übermässig heiss, aber doch auf Höhe der Anzeige spürbar warm.

Die original Kabel sind AWG24 und sind mehradrig, kein Kupfer, keine Ahnung was genau, auf jeden Fall silbergraue Adern und ja, die sind so etwa 3-4cm lang.
Das spielt aber kaum eine Rolle, denn wenn ich die Kabel tauschen will, muss ich schon das nehmen, was es hier im Laden gibt und die haben ausschliesslich mehradrige Kupferkabel.

In einem Modder Video zum DNA20 habe ich gesehen, der Modder hat AWG20 empfohlen, aber das passt nicht durch die Löcher, auch am DNA20 nicht.
AWG24 passt locker, aber das reicht nach den Angaben in Elektro-Foren nicht.

Man sollte

Pi*Daumen=Strom/10=minimaler Querschnitt in mm²

haben und das sind bei 5A im Vamo halt 0,5mm² oder auch AWG20.
Beim DNA20, wo am Akku bis zu 6A fliessen würde das nicht mehr reichen und AWG24 erst recht nicht.

Ausser natürlich das macht im Pulsbetrieb oder nur sekundenweiser Nutzung nichts aus?


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09.12.2013 15:37 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 15:37)
#6 RE: Zu dünne Kabel?
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Ich vermute diese Pi*Daumen-Formel ist für den Dauerbetrieb gedacht.
Wenn man nur jeweils 3-7 Sekunden Feuert und dem Draht dann ein wenig Zeit zum abkühlen gibt (geschätzte 10 Sekunden) sollte das kein Problem sein.
Natürlich kann ich mich irren und es ist möglich beim Dauernuckeln den Draht zu schmelzen, aber das wäre doch schon längst bekannt, oder?

Stellt euch vor, ihr wärt eine Frau... oder vier Männer, is ja egal.


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09.12.2013 15:48 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 15:48)
#7 RE: Zu dünne Kabel?
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Zitat von Gartenjoe im Beitrag #6
Natürlich kann ich mich irren und es ist möglich beim Dauernuckeln den Draht zu schmelzen, aber das wäre doch schon längst bekannt, oder?


Ja, von der reinen Logik her dachte ich auch so.
Aber mangels Fachwissen fragt man doch lieber mal nach.


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09.12.2013 15:52
avatar  jotwede
#8 RE: Zu dünne Kabel?
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He(d)ronist

@MarkPhil

Stimmt ja, habe ich gelesen, dass du den Vamo stackst.
Hatte ich bei meiner Einlassung nicht mehr auf dem Radar.
Ging halt von der gewöhnlichen Nutzung des Vamos aus.

Trotzdem wirst den den Draht damit nicht zum Glühen bringen, oder wie Gartenjoe vermutet zum Schmelzen.
Allenfalls könnte es passieren, das der sich selbst ablötet.


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09.12.2013 15:54
avatar  wobiwilli ( gelöscht )
#9 RE: Zu dünne Kabel?
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wobiwilli ( gelöscht )

Also selbst bei 36W und einem angenommen Querschnit von 0,8 faellt am Draht nur eine Leistung von ca. 0,1W ab. Das reicht dicke fuer alle auf dem Markt erhaeltlichen Akkutraeger. Der Draht wuerde auch im Dauerbetrieb wahrscheinlich nicht mal lauwarm.

siehe Widerstandsrechner

http://home.arcor.de/wetec/rechner/cspezir.htm


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09.12.2013 15:59 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 16:02)
#10 RE: Zu dünne Kabel?
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Naja, das würde ich mir eingehen lassen aber AWG20 passt halt nicht.
Die Originale haben AWG24 und das sind nur 0,5mm oder auch 0,2mm².


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09.12.2013 16:11
avatar  wobiwilli ( gelöscht )
#11 RE: Zu dünne Kabel?
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wobiwilli ( gelöscht )

Zitat von MarkPhil im Beitrag #10
Naja, das würde ich mir eingehen lassen aber AWG20 passt halt nicht.
Die Originale haben AWG24 und das sind nur 0,5mm oder auch 0,2mm².


Also selbst bei 0,25 haben 10cm Kupferdraht nur einen Widerstand von 0.06 Ohm.

Nur mal so zum Nachdenken

Im Haushalt sind ueblicherweise Drahte von 1.5 bis 2.5 verlegt. Bei einer Spannung von 220V ergibt das bei 2200W 10A. und wie lang sind da die Draehte?

Macht euch mal keine Sorgen. Ihr wuerdet euch wundern, was so ein duennes Draehtchen alles aushaelt ohne handwarm zu werden.


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09.12.2013 16:18
#12 RE: Zu dünne Kabel?
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wobiwilli, danke für die Aussage.
Genau das wollte ich hören, damit ich mich beruhigt ans Werk machen kann.


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09.12.2013 17:37 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 17:38)
#13 RE: Zu dünne Kabel?
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Evolv selbst gibt für DNA 20 auch Werte vor, wenn du dich daran hällst kann da nix passieren: DNA 20 Sheet, Seite 6
Plöderweise geben die Gauge Werte an. Maximum und empfohlen wäre 20 Gauge = 0.812mm für Battery (Akku) und Output. Minimum 22 gauge = 0.644mm für Akku, Output 24 gauge=0.511mm.
Ansonsten schlagen sie noch 26- und 28 gauge als minmum für charger, poti, switch Anschluss vor entsprechend 26gauge=0.405mm und 28gauge=0.321mm siehe Datasheet.

Informationen gesucht? Hier gibts das Lexikon: Dampfer Lexikon! Da gibts Informationen, z.b.
Welchen Akku für geregelten Akkuträger?


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09.12.2013 19:53
avatar  wobiwilli ( gelöscht )
#14 RE: Zu dünne Kabel?
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wobiwilli ( gelöscht )

Zitat von hansklein im Beitrag #13
Evolv selbst gibt für DNA 20 auch Werte vor, wenn du dich daran hällst kann da nix passieren: DNA 20 Sheet, Seite 6
Plöderweise geben die Gauge Werte an. Maximum und empfohlen wäre 20 Gauge = 0.812mm für Battery (Akku) und Output. Minimum 22 gauge = 0.644mm für Akku, Output 24 gauge=0.511mm.
Ansonsten schlagen sie noch 26- und 28 gauge als minmum für charger, poti, switch Anschluss vor entsprechend 26gauge=0.405mm und 28gauge=0.321mm siehe Datasheet.


Man wird alt wie ne Kuh...
Von Gauge hab noch nie was gehoert, obwohl ich urspruenglich aus dem Elektrobereich komme. Na ja, meine aktive Zeit liegt in dieser Beziehung schon 15 Jahre zurueck. Und jetzt hab ich damit schon gar nichts mehr zu tun.

Wieder was gelernt. Danke.


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09.12.2013 20:38
#15 RE: Zu dünne Kabel?
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Zitat von MarkPhil im Beitrag #10
Naja, das würde ich mir eingehen lassen aber AWG20 passt halt nicht.
Die Originale haben AWG24 und das sind nur 0,5mm oder auch 0,2mm².




Ach, immer diese neumodernen Bezeichnungen...

Weniger AWG-Zahl und der Draht wird dicker? Naja, egal.


Warum am DNA20 so kleine Löchers sind und was man tun kann, um dennoch stärkere Drähte zu verbauen?

Das Zauberwort heisst: Lötösen oder eben auch Lötstifte. - diese werden mit der dünne Seite in die Platine eingeführt und nett festgelötet von unten, der eigentliche Draht kommt dann an die Oberseite (meisst dickeres Ende eines Stiftes oder der Öse) dran.

Ich gleube nicht, das diese Vamo-Erwärmung im Stackingbetrieb bei Hochleistung massgeblich durch zu dünne Drähte kommt, sondern eher durch die Platine selber. Eigentlich würde es nur weiterhelfen, um dies zu ermitteln, den Vamo in die Einzelteile zu zerlegen und mit nem geeigneten Thermometer abzumessen.

Für den Normalbetrieb und auch das Hammerstacking (legga...) sollten die verwendeten Drähte eigentlich ausreichend sein. Gut - ein dicherer Draht bietet immer etwas mehr. Ich selber verwende für meine Lautsprecherkabel auch das gute von 10er-Quadrat Ölbach, obwohl die Leistung der Entstufe auch bequem von 1,5 - 2,5mm geleifert werden könnte. Bei der Länge nahezu verlustfrei sogar. Da hab ich einfach nur nen Knall - aber einen guten...

0,8er Kabel wäre für einen AT auch ausreichend, wobei ich das klitzekleine Problemchen darin sehe, den Aal eben auch durch die Löcher zu bekommen. Lötösen oder Stifte erhöhen aber die Baugrösse zu weit, wenn es möglichst klein sein soll. Also bleibt man am 0,5er Draht hängen. Passt und gut. Seltsam dicke empfinde ich teilweise die Isolierung. Übel wird es jedoch, wenn man z.B. das billige 0,5er Lautsprecherkabel nimmt und dabei dann die beiden Drähte trennt: die Isolierung ist dann zu dick und hat zusätzlich zu ohnehin schon dicken Isolierung noch einseitig einen halben Verbindungssteg, da wo das andere Strippchen dranhing.

Diese Kabel müssen (oder sollten) eine gewisse vorgeschriebene Isolierfähigkeit und mechanische Festigkeit aufweisen. Gute Isolierung ist gut isolierend, zugfest und dünn. Oftmals werden diese Werte aber billig erreicht, indem man etwas mehr Material verwendet, dafür dann aber extrem billiges. Im Ergebnis härtet dann so ein Kabel auch gerne mal nach vergleichsweise kurzer Zeit schön aus, was dann letztendlich zu Isolationsbrüchen führen kann. Aber auch noch egal.

Ich verwende nur allzugerne alte Kabel aus Ausschlachtegeräten: Toaster, Radios, Fernsehers usw. Das sind/waren noch solide Geräte, bei denen die Kabel meisst noch viel zu schade sind, um fortgeworfen zu werden.
Zudem sind diese Fundstücke in der Regel kostenlos, in allen Farben und Formen verfügbar. Ich muss meinen A**** also auch garnicht erst zu Conrad bewegen - womöglich auch noch mit dem Fahrrad ,grausam einfach. 40 Cent gespart, dafür aber das Mountainbike geklaut? Nee, das mach ich nie wieder.


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09.12.2013 21:23 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 21:25)
#16 RE: Zu dünne Kabel?
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Beim DNA 12 hab ich die dicken Kabel für den Akku und den 510èr einfach einseitig angelötet. Durchfädeln ist nicht bei der Dicke. Habs mir so bei den Amis abgeguckt und das funktioniert. Die Anschlüsse sind durchkontaktiert, deshalb musste nicht durch die Löcher. Man kann sogar im Wechel 1 oben 1 unten anlöten, ganz wie`s gefällt und de Platzbedarf ergibt.

Informationen gesucht? Hier gibts das Lexikon: Dampfer Lexikon! Da gibts Informationen, z.b.
Welchen Akku für geregelten Akkuträger?


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09.12.2013 21:35
#17 RE: Zu dünne Kabel?
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AWG = Gauge, soviel weiss ich.
AWG20 = 20 Gauge = 0,8mm.
Gauge wird mit grösseren Zahlen dünner, frag mich mich warum, vermutlich sind das 1/Gaugewert inch oder so.

Ich hab jetzt AWG24 genommen, passt locker und funzt.
Wenn da jetzt doch was durchbrennen sollte, werde ich das schon merken, aber da mache ich mir jetzt keine Sorgen mehr.
Da hatte Cult schon Recht, wenn die im Original auch nichts anderes verwenden, sollte das schon passen.


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10.12.2013 12:01
avatar  jotwede
#18 RE: Zu dünne Kabel?
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He(d)ronist

Zitat von wobiwilli im Beitrag #14

Man wird alt wie ne Kuh...
Von Gauge hab noch nie was gehoert, obwohl ich urspruenglich aus dem Elektrobereich komme. Na ja, meine aktive Zeit liegt in dieser Beziehung schon 15 Jahre zurueck. Und jetzt hab ich damit schon gar nichts mehr zu tun.

Wieder was gelernt. Danke.


Bei mir dito, aber mittlerweile 36 Jahre, aber zum Glück hat es ja Wiki.


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10.12.2013 12:15
#19 RE: Zu dünne Kabel?
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Modder

Oder besseren Draht nehmen, Gold, Silber.... Zu kleine Löcher könnte man aufbohren.
Denke man müsste einen Test machen, obs was bringt.

--------------------------------------------------------------------------------------- Signaturen nerven mich.

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