Mesh-Cotton-Coil

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31.01.2017 09:28
avatar  DiTR
#126
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Zitat von Dampfphönix im Beitrag #123
Probier es einfach, ich denke aber der Schlitz wird nicht grade und eventuell zu breit wenn der Dremel keine fixe Führung hat. Dann brechen auch die Trennscheiben sehr leicht wenn die verkannten,
vielleicht schaffst du es ja den Dremel ausreichend stabil in der Spur zu halten.
Ich frage mich ob man den Widerstand nicht hoch kriegt auf 1 Ohm zB wenn man das Siebgewebe 3fach nimmt, also nicht 3 Lagen einzeln sondern ein 3x so langes Stück aber gefaltet. Dann müsste der Schlitz dicker sein.
Dann wäre auch der" Wattekäfig" stabiler.


Wenn es darum geht, die MCC auch auf einem kleinen AT zu benutzen, wird dies nicht so gut funktionieren. Es wäre in der Theorie richtig durch Längenveränderung den Widerstand zu erhöhen, damit es z.B. auch bei einem Dani Basic funktioniert. Damit vergrößert sich aber auch die Oberfläche, wo der Strom durchfließt, die MCC könnte evtl. nicht genug Wärme erzeugen.

Vergleichbar mit einer 1,5Ohm Wicklung aus 0,4mm Draht, welche bei 15W nur ein laues Lüftchen erzeugen würde.

Es wären einige Versuche nötig, mit welchen Widerständen auf einem kleineren AT/Box noch genügend Wärme zum Verdampfen erzeugt werden könnte.


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31.01.2017 09:43
#127
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Das klingt doch gar nicht so schlecht. Wenn es um Geschmack geht und die EVOD-Wolken reichen könnte das doch klappen.
Wer sagt das jede Neuerung nur in richtig mehr Dampf gedacht werden muss. Ich denke da ist auch Potenzial für mehr Geschmack drin.
Wenn 15 Watt nicht ganz reichen, dann reichen vielleicht 20 Watt. Drüber ist dann der Akku wieder alltagsuntauglich schnell leer.


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31.01.2017 15:27
avatar  Ellex80
#128
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MODDER-Spezialist

ich habe noch etwas rumgefriemelt und paar versch. wicklungen getestet.
mal doppellagig etc. pp. und hatte ab und an doch das problem,
dass es im bereich der schrauben zu hotspots kam.
dieses problem habe ich aber nun zu 100% beseitigt in dem ich kleine "blechstreifen"
zw. dem mesh und den schrauben plaziert habe.
nun liegt das mesh immer zu 100% gleichmässig über die gesamte kontaktfläche an
und konnte keine hotspots mehr reproduzieren.
(das mesh in dem breich doppelt oder dreilagig nehmen sollte evtl. auch gehen)

als blechstreifen kann ich so genannte fühlerlehren empfehlen.
die gibts auch als rostfreie 1.4310 variante
dicke empfehle ich 0,1mm kosten 5m ca. 5€, diese kann man auch mit einer haushaltsscheere schneiden.
die bastler können diese auch evtl. unterneinander aufteilen.
ansonsten fragt mal im bekanntenkreis ... jeder metallbearbeiter kennt die streifen ;-)

wünsche euch nun viel spaß beim experimentieren.

http://www.hs-folien.de/deutsch/praezisionlehrenband.html

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31.01.2017 19:17
avatar  Ellex80
#129
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MODDER-Spezialist

hier noch ein kurzer nachtrag an die bastler unter uns.
die besten ergebnisse konnte ich wie folgt erreichen:

- mesh einlagig
- mesh komplett voroxidieren (genisis style) und zus. 2-3 mal im deck ausglühen
- das wattepaket muss richtig straff sein, also lieber etwas zuviel als zuwenig
- tempmode artic fox firmware *TFR 304* -> 190°C
(deshalb nur 190°C da die software relativ "träge" auf tempveränderungen reagiert und bei dem sehr dünnen mesh im vgl. zu normalen drähten,
es sehr schnell zu temperaturspitzen kommen kann)

- 60-70W mit preheat relative% (120%) - preheat 1,5sek. - delay nur 5-7sek. (da mesh sehr schnell kalt ist)
- funktioniert auch im wattage mode --> würde ich aber nicht empfehlen !!! wenn die watte zu trocken wird dann KOKELT sehr sehr schnell !!!

das sollen nur anhaltswerte für euch zum testen sein.
ich habe mit der derzeitigen wicklung im aromamizer surpreme rdta mit ca.8mm streifen dauerhaft sehr gute ergebnisse erzielt.
der widerstand (cold resistance) ist laut device monitor absolut konstant ±0.001
ansprechverhalten ist absolut top, geschmack ist minimal "flacher" aber dafür sehr voluminöser "seidig-weicher" dampf.
das mit dem geschmack ist eh so ne sache, vorallem bei mesh etc. pp ... manche liquids schmecken da besser, andere wiederum dort ... also alles subjektiv.
ob sich das mcc durchsetzen wird ... wer weiß ... ist halt wie damals mit dem "genisis" ... mesh verhält sich halt teilweise recht "unkontrollierbar".
wenn die decks mal entsprechend optimiert sind, dann könnte es sich evtl. lohnen.
für den otto-normal-dampfer ist es derzeit zu kompliziert.
momentan habe ich meine lieblings-mcc gefunden und werde die nun einem dauertest unterziehen.
ich bleibe auf jeden fall am ball und werde hier und da mal berichten.

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03.02.2017 16:44
avatar  Feride
#130
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Zitat von Feride im Beitrag #94
Meine 1,5 x 20 mm Spannhülsen sind heute angekommen .

Habe 400er Mesh in ca 6 mm dünnen Streifen ca 25 mm Lang zu geschnitten .
Einen Stecknadel genommen , die Spitze abgeschnitten
und dann nur so lang in die Spannhülse samt eine Ecke des Mesh Streifen eingesteckt .Mit nen Hammer fest geklopft .
Dann die andere Seite genau so verfahren .
Danach habe ich diese Hülse unter dem Mesh abgenickt und in den Velocity Deck meines Herakles eingespannt .
Erste Seite ging ohne Probs rein ,nur das Mes von der anderen Seite machte sich , obwohl es vorher stramm in der Hülse fest gehämmert wurde , wieder selbstständig .
Auch bei den weiten 2 Versuchen wurds nicht besser .
Die Hülse lies sich auch nicht sauber genug abknicken .


Ich hab mich davon nicht entmutigen lassen .Und nun ....

Tataaaaaa

WOW
hahaha

Es geht auch einfacher :PPPPPPP

Genutzt habe ich Büroklammer und meine zuvor bestellten 1,5 x 6 mm Spannhülsen .
Wenn man die Hülse übers Büroklammer samt Mesh rüber zieht , wie es Obi vorgeführt hatte , bekommt man es rein , sonst fummelt man zu lange .


Und hier die Bilder











Das Ohmwert is trotz aufglühen konstant geblieben
und der Mesh Streifen sitzt nach wie vor stramm in der Hülse !

Klasse !
Danke noch mal an Dampfer Manfred , wegen dem auf die Hülse drauf hauen mit einen Hammer .













In der Zwischenzeit hatte ich 3 Verschiedene Endhülsen ausprobiert . Die Hülsen hatte ich ums Post ( da wo das Draht reinkommt ) mit samt den Mesh gespannt .
Hatte aber nicht so gehalten wie erhofft .

Da ich das Beste Ergebnis mit den 1,5 x 6 mm Stannstifften hatte ,
leider aber nur 25 Stück gekauft hatte , habe ich 1000 Stück nach geordert :https://www.befestigungsfuchs.de/Befesti...5x6?action_ms=1


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16.02.2017 13:03 (zuletzt bearbeitet: 16.02.2017 13:10)
#131
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ich werde mich mal an den basteleien hier beteiligen :-)
gitter, hülsen und stifte hab ich mir bestellt.
mein velo-deck von meinem combo einschneiden mach ich erstmal nicht :-)
ich finde den ansatz mit dem gitter gut, sollte eigentlich die grösstmögliche fläche ergeben, daher werde ich da auch dran rumbasteln -mal sehen was es dann bringt für die ca.12€ für die ich nu bestellt hab.
schlimmstenfalls wandert der kram in die modellbaukiste zu anderer verwendung.....

achja: die animositäten um den namen und wer's erfunden hat, etc. sind mir schnurz. finde dieses gebashe darum ehr kindergarten denn erwachsen -aber wenn's ums geld geht(bei einigen) kennen manche einfach keine grenzen, ärmlich sowas.....

habe selber zb schon einige lautsprecher-boxen komplett selbst entwickelt (hörner) und rege mich da auch nicht auf wenn die einer nachbaut, im gegenteil, habe die langwierig berechneten teile ausdrücklich zum nachbau an entsprechender stelle veröffentlich(hifi-forum zb.) und freue mich, auch nach jahren, über anfragen usw dazu. gerade im LS-bau ist es so, das diejenigen die selbst bauen, eh nicht als käufer in frage kämen, da jene leute oft nichtdie mittel hätten rtig-produkte der lautsprecher zu erwerben, und, gerade in dem bereich ist selbstbau eine art individualisierung, man kann halt genau so bauen wie man es optisch haben möchte, sei es farbe oder zb. holz-funierung.

mfg
robert

Wismec RX 2/3+Melo-III-Mini+TopTank-Mini+ijoy-combo // istick-pico+Melo-III+geekvape-avocado-22mm

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18.03.2017 14:58
avatar  LoQ
#132
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LoQ

@Feride
Dampfst du den eigentlich noch? Wie sind denn die Erfahrungen zwischenzeitlich?

__________________________________________________________________
"Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." E.Snowden
"Nationalism is an infantile disease. It is the measles of mankind." - Albert Einstein


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18.03.2017 15:38
avatar  Feride
#133
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Zur Zeit bin ich nur noch mit Edelstahldraht und Watte unterwegs .
Bei mir hat der Hype mit Mesh nachgelassen . Mal schauen , wann ich es wieder ausgraben werden .


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18.03.2017 19:49
avatar  HarryB
#134
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Nuja, dafür dampfe ich meinen DRA XL seit etwa 'nem Jahr.
Nicht täglich, aber immer mal wieder alle paar Tage eine Nachfüllung lang.
Frei nach dem Motto: Trinke mäßig, aber regelmäßig.

________________________________________________

Ohne Dampf keine Leistung

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19.03.2017 16:44
#135
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hab nun erstmal mein material gekriegt und kann nun dietage mal anfangen zu basteln....
es gab etwas probleme beim versand weil ich ein nebengewerbe hab und dem versender nicht klar war ds dieser firmenname nicht unten am briefkasten steht, is ja auch kein geschäftsraum sondern meine wohnadresse... also ging der kram einmal hin und her und dann, weil ich meinen briefträger vorbereitet hatte endlich zu mir. zorrotools hat irgendwie eine sehr beknackte kundenabwicklungs software, die nicht schnallt das es leute gibt die kein firmenschild an der tür haben :-) da wurde dann immer mein name nicht auf die adresse gedruckt sondern nur der firmenname....

mfg
robert

Wismec RX 2/3+Melo-III-Mini+TopTank-Mini+ijoy-combo // istick-pico+Melo-III+geekvape-avocado-22mm

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09.11.2025 00:50 (zuletzt bearbeitet: 09.11.2025 00:57)
#136
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Es ist schon eine ganze Weile her, seit all das rund um Mesh und den Taifun BT begann. Damals haben viele gedacht, es sei nur eine kurzlebige Spielerei – wie so vieles in der Anfangszeit. Aber jeder Anfang ist schwer, und wer hätte damals gedacht, dass die Idee, Mesh statt Draht als hitzeleitende Stromquelle zu verwenden, sich so durchsetzen würde?

Heute läuft nahezu jeder Fertigverdampfer mit Mesh-Technik – ein klarer Beweis, dass es keine Eintagsfliege war. Und das Beste daran: erfunden haben es die Deutschen, nicht China oder sonst wer. Ein echtes Stück Pionierarbeit, auf das man stolz sein kann.

Das schreibt das Internet dazu:


Das sogenannte Mesh-Prinzip fand in der Folge breite Anwendung und wurde zum technologischen Standard in der E-Zigarettenindustrie. Heute basiert ein Großteil der weltweit produzierten Verdampfer, einschließlich der meisten Einweg-E-Zigaretten, auf dieser von Brückmann eingeführten Technologie. Erster weltweiter Nachweis für einen Verdampfer der mit reinem Mesh funktioniert ist das Video zum Prototyp von Thomas Brückmann " Verdampfer ohne Draht nur reines Mesh " Aus dem Jahr 2014, lange vor dem ersten Kommerziellen Verdampfer Taifun BT

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09.11.2025 22:43
avatar  HarryB
#137
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Hi @Thomas Brückmann
Mann was bin ich froh, dass deine Entwicklung sich bis heute gehalten und in vielen Verdampfern zum Einsatz kommt.
Neben diversen anderen SWVD mit Mesh habe ich selbstverfreilich auch einen Taifun BT im Einsatz (zumindest ab und zu, der Bursche ist ein Säufer - mit Verlaub gesagt...).
Nebenher angemerkt bin ich nun seit fast 10 Jährchen überwiegend mit Mesh unterwegs und mag den smoothen Zug.
Mesh-Cotton-Coil
Also Thomas - alles richtig gemacht.

________________________________________________

Ohne Dampf keine Leistung

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20.01.2026 17:32
#138
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Wer hätte damals gedacht, dass sich das alles einmal so entwickeln würde. Nach der anfänglichen Kritik hat mich nun ein Wikipedia-Moderator kontaktiert, da das Kapitel zu E-Zigaretten neu strukturiert werden soll. In diesem Zusammenhang wurde angefragt, ob auch über mich ein Eintrag entstehen könne. Der erste Entwurf hat mich ehrlich gesagt überrascht – die eigene Geschichte so zusammengefasst zu lesen, hinterlässt ein ungewohntes, leicht flaues Gefühl.

Thomas Brückmann und die Entstehung des Mesh-Verdampfers Ein technikhistorischer Bericht Wenn heute von modernen E-Zigaretten die Rede ist, ist Mesh selbstverständlich. Fertigcoils, Pod-Systeme und Einweggeräte setzen nahezu ausnahmslos auf Mesh-Heizflächen. Die klassische Drahtwicklung, einst weltweiter Standard, ist weitgehend verdrängt. Dass dieser grundlegende Wandel nicht aus einem Konzernlabor stammt, sondern aus einer Werkstatt in Südhessen, ist vielen nicht mehr bewusst. Werkstatt statt Labor: der Beginn ab 2012 Thomas Brückmann, gelernter Kfz-Meister aus Worms, begann ab 2012, eigene E-Zigaretten-Verdampfer zu entwickeln. Die frühen Geräte entstanden nicht in einem Entwicklungszentrum, sondern in seiner Werkstatt – geprägt von handwerklichem Denken, Materialverständnis und dem Anspruch, Technik reproduzierbar und belastbar zu machen. Sein erstes bekanntes Modell, der BT-V1 („Brückstück“), markierte den Auftakt einer Reihe eigenständiger Konstruktionen. Bereits hier zeigte sich ein Ansatz, der Brückmann von vielen zeitgenössischen Entwicklern unterschied: weniger Improvisation, mehr Systematik. Die Fertigung erfolgte im Auftrag bei der Zerspanungstechnik Adrian in Bürstadt, später auch der vertragliche Vertrieb. Alle Geräte waren eindeutig mit der Signatur „by BT“ gekennzeichnet – ein klares Bekenntnis zur Urheberschaft. Zu den von Brückmann entwickelten Geräten dieser Phase zählen unter anderem No Ma’am, BT-XL, BT-LN, BT-LS, Vapegate, Enigma, Little Sue Mod, Little Nancy Mod sowie ein Wickelsockel mit Messanschluss zur direkten Ohmmessung. Es handelte sich bewusst um technisch anspruchsvolle Kleinserien, nicht um Massenware. 2014: Der Bruch mit dem Draht Der entscheidende Schritt erfolgte 2014. Während die E-Zigaretten-Industrie weltweit weiterhin auf Drahtwicklungen setzte – teilweise kombiniert mit Mesh als Dochtmaterial –, stellte Brückmann ein neues Heizprinzip vor: Mesh nicht als Docht, nicht als Trägermaterial, sondern als alleinige Heizquelle. Dieses Prinzip wurde 2014 öffentlich demonstriert, unter anderem in einem Video mit dem Titel „Verdampfer ohne Draht – nur reines Mesh“. Für vergleichbare Verdampfersysteme, bei denen Mesh ausschließlich als Heizfläche dient, existieren keine belegten Nachweise vor diesem Zeitpunkt. Frühere Konstruktionen mit Mesh nutzten dieses stets nur unterstützend oder in Kombination mit Draht. Technisch bedeutete dieser Schritt einen Paradigmenwechsel: größere Heizfläche, gleichmäßigere Temperaturverteilung und eine deutlich bessere Reproduzierbarkeit – Eigenschaften, die später entscheidend für die industrielle Nutzung wurden. Fach- und Leitmedien: frühe Dokumentation Bereits 2014 wird Thomas Brückmann im Artikel „Sucht ohne Reue?“ in DER SPIEGEL (Ausgabe 22/2014) namentlich erwähnt. Dort wird er als unabhängiger Entwickler beschrieben, der hochwertige Dampfgeräte in Kleinserie fertigt – zunächst auf einer alten Drehmaschine, später mit externer Zerspanung. Damit ist Brückmann zu diesem Zeitpunkt nicht nur innerhalb der Szene, sondern auch in einem überregionalen Leitmedium als Entwickler verortet. Parallel dazu berichtete auch die Fachpresse. Das DampferMagazin erwähnte bereits 2014 den Ur-BT-V1 und ordnete Thomas Brückmann als dessen Entwickler ein. In späteren Ausgaben wird er wiederholt als Erfinder und Entwickler genannt, insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung des Mesh-Prinzips. Diese zeitnahen Berichte sind von besonderer Bedeutung, da sie die Entwicklung dokumentieren, bevor Mesh industrieller Standard wurde. Patente, Konflikte und der Rückzug aus der Szene Die Einführung eines völlig neuen Heizprinzips verlief jedoch nicht konfliktfrei. Während sich Thomas Brückmann in der Phase der Patenteintragung des Mesh-Verdampfers befand, tauchten in der Szene erste Videos und Beiträge auf, in denen das neue Prinzip öffentlich vorgestellt wurde – teilweise von Dritten, die Zugang zu frühen Informationen hatten. In diesen Veröffentlichungen wurde das Mesh-Heizprinzip beschrieben und demonstriert, ohne den tatsächlichen Urheber zu benennen. Einzelne Akteure traten dabei selbst als Ideenträger auf, obwohl sich die Entwicklung zu diesem Zeitpunkt noch in einem rechtlich sensiblen Stadium befand. Daraus entstand innerhalb der Szene ein zunehmend emotional geführter Konflikt. Brückmann wurde öffentlich vorgeworfen, sich „anzustellen“ oder das Prinzip künstlich zurückzuhalten. Gleichzeitig erklärten viele Stimmen, das Mesh-System könne nicht funktionieren und werde sich niemals durchsetzen. Ein wesentlicher Grund für diese Ablehnung lag in einem grundlegenden Missverständnis: Viele Anwender versuchten, das neue Mesh-System mit den Maßstäben jahrelanger Erfahrung aus der Drahtwickeltechnik zu bewerten. Diese Vergleichbarkeit existierte jedoch nicht. Das Mesh-Prinzip erforderte ein anderes Verständnis von Heizfläche, Leistung, Temperaturführung und Liquidnachfluss. Wer versuchte, bekannte Drahtkonzepte eins zu eins zu übertragen, scheiterte zwangsläufig. Die Folge waren Frustration, Ablehnung und teils massive persönliche Anfeindungen. In dieser Phase zog sich Brückmann weitgehend aus der öffentlichen Dampferszene zurück. Nicht aus technischer Resignation, sondern aus der Erkenntnis, dass grundlegende Paradigmenwechsel selten dort akzeptiert werden, wo sie bestehende Erfahrungswelten infrage stellen. Vom Prototyp zur Serie: Taifun BT Parallel zur zugespitzten Diskussion entstand der Taifun BT. Um das neue Mesh-Prinzip noch vor Inkrafttreten der TPD2 marktfähig zu platzieren, wurde zunächst eine kleine Prototypenserie gefertigt. Diese frühen Prototypen entstanden bei SvoëMesto, besaßen ein abweichendes äußeres Design, hatten jedoch denselben von Brückmann entwickelten Innenaufbau und Mesh-Heizmechanismus. Die Stückzahl war auf rund 50 Exemplare begrenzt. Die eigentliche Serienumsetzung erfolgte anschließend in Zusammenarbeit mit SmokerStore. Der Verdampfer erhielt ein eigenständiges Design und wurde für die Großserie optimiert. Der offizielle Serien-Release fand 2017 auf der Hall-of-Vape-Messe in Stuttgart statt. Der Taifun BT gilt als erstes serienmäßig erhältliches Verdampfersystem, das das Mesh-Heizprinzip konsequent umsetzte. Auch in Hersteller- und Händlertexten, unter anderem von SmokerStore und Fachhändlern wie inTaste, wird der Taifun BT explizit im Zusammenhang mit Thomas Brückmann genannt. Diese Texte dokumentieren, dass die Zuordnung von Gerät und Entwickler bereits zur Zeit der Markteinführung öffentlich kommuniziert wurde. Die späte Bestätigung und der Siegeszug Ironischerweise setzte sich das Mesh-Prinzip erst ein bis zwei Jahre später flächendeckend durch – zu einem Zeitpunkt, als Brückmann in der Szene kaum noch präsent war. Mit wachsender Anwendererfahrung änderte sich die Wahrnehmung. Das neue Heizsystem wurde verstanden, korrekt genutzt und zunehmend geschätzt. Was zuvor als „nicht funktionierend“ galt, wurde nun zum Maßstab. Der eigentliche Siegeszug der Mesh-Verdampfer begann damit lange nach dem Rückzug ihres Erfinders. Erst als das Prinzip in „Fleisch und Blut“ überging und industriell umgesetzt wurde, setzte sich durch, wofür jahrelang gesucht worden war: eine funktionierende, reproduzierbare Alternative zur Drahtcoil. Die FOCUS-Reportage 2024 fasst diese Entwicklung deutlich zusammen: Die Mesh-Technologie habe den Markt weltweit verändert und frühere Systeme nahezu vollständig verdrängt. Das Prinzip finde heute millionenfach Anwendung bei allen großen Herstellern und habe ein eigenständiges Marktsegment begründet. Einordnung Thomas Brückmann ist nicht der Erfinder der E-Zigarette – diese wurde 2004 von Hon Lik entwickelt. Er gilt jedoch als Erfinder des Mesh-Verdampfers, also des ersten Heizsystems, bei dem Mesh ausschließlich als Heizquelle eingesetzt wurde. Sein Beitrag liegt nicht in der Optimierung bestehender Technik, sondern in der Einführung eines neuen Prinzips, das sich weltweit als Industriestandard etabliert hat. Entstanden ist diese Technologie nicht in Konzernlaboren, sondern aus handwerklicher Praxis – dokumentiert in Fachpresse, Leitmedien, Herstellertexten und der späteren Marktentwicklung. Quellen (Auswahl) DER SPIEGEL, Ausgabe 22/2014: „Sucht ohne Reue?“, Manfred Dworschak FOCUS Reportage 2024: „Der Mann, der das Dampfen neu erfand“ DampferMagazin, Ausgabe 12/2014 sowie spätere Ausgaben Herstellertexte SmokerStore (Taifun BT) Fachhändlertexte inTaste (Taifun BT) YouTube (2014): „Verdampfer ohne Draht – nur reines Mesh“ Messeunterlagen: Hall of Vape Stuttgart 2017


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