spiegel.de 24.01.2026 BfR warnt vor Kühlstoffen im Liquid (z.B. Menthol), die Leber und Nieren schädigen

24.01.2026 22:58
avatar  VeraC64
#1
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https://www.spiegel.de/wissenschaft/medi...39-287f92662efe

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat Kühlstoffe an Ratten und Mäusen getestet. Die Tiere haben sie natürlich nicht gedampft, sondern gefressen. Ich weiß nicht, was davon zu halten ist.


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24.01.2026 23:17
avatar  Schimi
#2
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Wir haben auf den Menthol-Wahn des BfRs schon vor vier Jahren reagiert:

Ganzer Text unter -> https://bvra.info/presse/bfr-die-aussagekraft-der-vorliegenden-daten-ist-gering/

Zitat
Am meisten Fragen wirft jedoch die Empfehlung des BfR auf, Menthol als Inhaltsstoff zu verbieten. Es ist gesicherter Stand der Forschung, dass Menthol in Verbrennungszigaretten die Inhalation erleichtert, weil es die rauchbedingte Reizung der Atemwege reduziert. Daraus ergab sich bereits vor vielen Jahren der Trugschluss, dies sei auch bei E-Zigaretten der Fall. Das BfR selbst kam dann 2015 bereits selbst zu der absolut richtigen Erkenntnis, dass dies bei E-Zigaretten so nicht zutrifft [3]. Und so kommt es jetzt zu der sehr bemerkenswerten Situation, dass sich das BfR nicht nur selbst klar widerspricht, obwohl sich der Forschungsstand zu Menthol nicht verändert hat, sondern es empfiehlt zum Schutz der Atemwege ausgerechnet eine Substanz für die Inhalation in E-Zigaretten zu verbieten, die breite Bevölkerungsschichten seit Menschengedenken bei Atemwegsinfekten inhalieren.

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24.01.2026 23:38
#3
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Und wie siehts mit den anderen angesprochenen Kühlstoffen aus? Koolada und co? Weiß da einer mehr?
LG


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24.01.2026 23:50
avatar  Schimi
#4
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Wahrscheinlich weiß da keiner mehr, deswegen auch die Überschrift unseres Beitrages: "Die Aussagekraft der vorliegenden Daten ist gering!"
und der Schlusssatz: "Unbenommen aller anderen Erwägungen schließt der BVRA sich vorbehaltlos einer zentralen Aussage in der Veröffentlichung des BfR an: Die Aussagekraft der vorliegenden Daten ist gering. Dies sollte auch für politische Akteure der entscheidende Punkt sein. Statt weiterer Verbotsdebatten sieht der BVRA erheblich größeren politischen Handlungsbedarf bei der Vergabe von Forschungsmitteln im Bereich der Tabakschadensminimierung."
Und da hilft es schlicht nicht, wenn man wie von Vera oben bereits angemerkt Ratten das Zeug zum Fressen gibt. Unser Standpunkt ist (und deiner Frage entnehme ich, dass du diesen teilst), dass gesundheitsschädliche Stoffe in E-Zigaretten nichts zu suchen haben sollten. Und um hier Aussagen treffen zu können, sollte man die Stoffe ordentlich untersuchen - bevor man irgendwas verbietet.

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25.01.2026 22:33
avatar  HarryB
#5
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JaNee @Schimi ...
Was ist heutzutage schon gesundheitsschädlich oder eben gesundheits-un-schädlich.
Genau... nich ma die reine Seeluft und/oder die alpine Gebirgsluft (mit ihrem irren Duft nach frischem Heu) ist frei von jeglichem Zweifel, erst recht nicht die urbane Siedlungsluft (aromatisiert von Heizungs- und/oder Fahrzeugausdünstungen, Industrieabgasen oder sonstewas...).
Aber das is mich egal, alldieweil ich und/oder wir Dampfer inhalieren ja auch ganz unbedarft Frostschutzmittel.

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Ohne Dampf keine Leistung

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26.01.2026 21:33
avatar  Schimi
#6
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Das ist mir jetzt bisschen zu polemisch, Harry.
Es geht doch darum zu wissen, WIE gesundheitsschädlich etwas ist - und auf dieser Basis dann eine bewusste und freie Entscheidung pro oder contra Konsum zu treffen.

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27.01.2026 18:52 (zuletzt bearbeitet: 27.01.2026 18:59)
#7
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Zitat Schimi:
"Es geht doch darum zu wissen, WIE gesundheitsschädlich etwas ist"

Nein, im Kern geht es darum, OB etwas möglicherweise gesundheitsschädlich ist, um sich dann auf dieser Basis bewusst und frei für oder gegen den Konsum zu entscheiden.

JEDER an elektrischen Zigaretten interessierter Raucher konnte sich ab 2008 an den Risikobewertungen des BfR orientieren und dann für sich entscheiden, ob er E-Zigaretten kaufen und dauerhaft nutzen möchte oder nicht.
Unbedenklichkeit konnte (dank BfR) niemand verlangen:
Man kaufte sie, nutzte sie zum weiteren Nikotin per Lunge inhalieren (wie zuvor die gewohnten Tabakzigaretten) und erfreute sich daran.
Benannte Risiken div. Inhaltsstoffe wurden stillschweigend mit jedem Zug in Kauf genommen und akzeptiert.

Das BfR warnt auch vor vielen anderen Konsumprodukten (z.B. Energy Drinks):
Die Leute sind gewarnt - und können dann frei entscheiden, ob sie die genannten Risiken weiter eingehen wollen.

@HarryB
Absolute Zustimmung!

Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern
André Malraux

Im Zeiten universeller Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zu einem revolutionären Akt
George Orwell

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