Vapen macht unfickbar

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01.02.2019 00:38
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#76 RE: Vapen macht unfickbar
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LoQ

....und noch einer der wichtigsten australischen YT´ber über die neuen australische Gesetzgebung bezüglich dampfen:


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01.02.2019 07:53
#77 RE: Vapen macht unfickbar
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Zitat von LoQ im Beitrag #76
....und noch einer der wichtigsten australischen YT´ber über die neuen australische Gesetzgebung bezüglich dampfen:



Die Australier tun mir leid, aber der Typ bekommt von mir nachher ein Abo....

Ich mag die Art wie er Bier trinkt.


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01.02.2019 08:15
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#78 RE: Vapen macht unfickbar
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Nun hat dieser Beitrag schon 75 Kommentare. Ich hatte mich zunächst einmal zurückgelehnt und mit Interesse diesem Treiben zugesehen. Ich geb dann auch mal meinen Senf dazu:

Hier haben meiner Meinung nach so ziemlich alle recht. Einige sind total entsetzt über die Verrohung unserer Umgangsformen, über die Reduktion einer wie ich finde sehr feinen und differenziert einsetzbaren Sprache (Deutsch: Wir haben da, wie ich finde, eine sehr schöne Sprache, wenn richtig eingesetzt). Ich zucke auch jedesmal innerlich zusammen wenn ich diese f-Wort höre. Ich bin es von meiner Erziehung und Umgang in der Jugend nicht gewohnt, mich derartig auszudrücken. Eine Prägung, die wohl für immer bleibt. Gut, anstatt "cool" sagte man damals "dufte", was mir heute auch nur ein Grinsen abringt.
Aber zumindest hat dieses Video eines erreicht: Aufmerksamkeit. Und das war, glaube ich, auch nur beabsichtigt. Die Kernaussage dieses Videos ist ja nun auch eindeutig an die jüngere Generation gerichtet. Die Jugend hat nun einmal einen etwas anderen Umgang mir unserer Muttersprache. Dabei ist das meiste aus der heutigen Umgangssprache nicht einmal deutsch. Mir im Gegenzug macht es ja auch Spass über den Unterschied zwischen "scheinbar" und "anscheinend" nachzudenken. Ob derjenige, der es auch im Sinne von Bastian Sick differenziert einsetzt, sei dahingestellt.
Aber ist es mit der Ausdrucksweise nicht wie mit der Musik? Die Jugend möchte die alten "schocken", mit etwas konfrontieren, das nicht wie das althergebrachte klingt. Ich kann mich da an meine Jugendzeit erinnern, als beim Hören "meiner" Musik immer der (zugegebenermassen rassistische) Spruch meiner Eltern kam: "...mach die Negermusik leiser...". Nicht umsonst gibt es für uns Ältere ja bereits Wörterbücher, in denen uns die Sprache der Jugendlichen übersetzt wird.
Ich persönlich mag diese derbe Ausdrucksweise überhaupt nicht. In meinem Haushalt ist sie unerwünscht und daran halten sich auch alle. Ich muss aber auch zugestehen, dass sich Sprache nun einmal ändert. Was ich mit diesen für mich unerwünschten Wörtern und Worten verbinde, ist ja meine Sache. Ich bin ja auch der Meinung, dass die heutige Ausdrucksweise anderen gegenüber häufig von Respektlosigkeit zeugt. Als Beispiel werden Mädchen von vielen Jungen manchmal als "Schlampen" bezeichnet. Auf die Frage an meine Enkelin (anfang 20), ob sie sich das bieten lassen will, zuckte sie nur die Schultern und sagte "...ist doch nicht so gemeint. Ist heute so üblich..." Früher hätte das in meiner Jugend zu einer "körperlichen Abmahnung" geführt, heisst Abreibung oder einfach Prügel. Sollte ich dieses Wort einmal meiner Frau gegenüber benutzen, wäre der immer herrschende Respekt zwischen uns dahin und ich hätte das Gefühl etwas kaputt gemacht zu haben.
Ja, unsere Umgangssprache ist aus meiner Sicht kraftvoller aber damit verbunden auch nicht bedeutungsvoller geworden. Im Gegenteil: die Aussagekraft verflacht sich. Ich muss aber akzeptieren, dass sich der Sprachgebrauch gewandelt hat. Sich darüber aufzuregen ist sinnlos. Das einzige was ich noch bewirken kann, ist, wenn mein Urenkel wie an jedem Wochenende zu Besuch kommt, ihm einen richtigen Umgang mit unserer Sprache vorzuleben. Auch wenn die Gefahr besteht, dass er später einmal sagt "Opa hat ja manchmal ganz schön geschwollen (ich hoffe nicht, dass er das Wort "ätzend" nutzt) geredet".
Denn wenn ich eines mitbekommen habe im Umgang mit der "Jugend von heute": Spreche ein "anständiges" Deutsch und schon kommen im Umgang mit den jungen Leuten weniger dieser "Ligfestyle-Wörter" zum Einsatz.
Quintessenz: Ich fand dieses Video als Satire gelungen, obwohl sich bei mir die Nackenhaare gesträubt haben.


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01.02.2019 09:48
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#79 RE: Vapen macht unfickbar
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Vulgarismen in der deutschen Sprache und sogar in der Literatur hat es schon immer gegeben. Warum diese Aufregung.


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01.02.2019 10:08
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#80 RE: Vapen macht unfickbar
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Zitat von Tamaskan im Beitrag #79
Vulgarismen in der deutschen Sprache und sogar in der Literatur hat es schon immer gegeben. Warum diese Aufregung.


Meinst Du mit Aufregung mich? Ich habe, denke ich, unaufgeregt meine Meinung zu diesem Video und den heute üblichen Sprachgebrauch kund getan. Nur meine Meinung.


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01.02.2019 10:46
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#81 RE: Vapen macht unfickbar
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Der Vorwurf das die heutige Jugend das Ende der Zivilisation einläuten wird, ist nicht neu.
Einen kleiner Auszug diverser Zitate: https://www.autenrieths.de/jugendvonheute.html
Wenn die Befürchtungen der Älteren jedesmal zutreffend wären, müsste die Menschheit bereits mehrfach ausgestorben sein.

P.S. Das Sokrates-Zitat wird ihm fälschlicherweise zugeschrieben, es stammt vermutlich aus dem Jahr 1907.


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01.02.2019 11:01
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#82 RE: Vapen macht unfickbar
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Zitat von snibble im Beitrag #81
Der Vorwurf das die heutige Jugend das Ende der Zivilisation einläuten wird, ist nicht neu.
Einen kleiner Auszug diverser Zitate: https://www.autenrieths.de/jugendvonheute.html
Wenn die Befürchtungen der Älteren jedesmal zutreffend wären, müsste die Menschheit bereits mehrfach ausgestorben sein.

P.S. Das Sokrates-Zitat wird ihm fälschlicherweise zugeschrieben, es stammt vermutlich aus dem Jahr 1907.


Ich glaube zwar nicht, dass über die Kommunikationsdifferenzen (blödes Wort) die Menschheit aussterben würde. So schlimm ist es nun wirklich nicht. Ich versuche ja auch das "Neue Deutsch" nicht nur vom Wortlaut her zu verstehen, sondern auch zu hinterfragen, was das inhaltlich zu bedeuten hat. Ich habe auch keine Lust hier über Begriffe wie Semantik etc. zu diskutieren. Ich denke nur, wir (oder zumindest ich) müssen als ältere Menschen auch versuchen die Jugend zu verstehen. Ich möchte bei meinen 4 Enkeln und einem Urenkel ja auch nicht ständig auf der Leitung stehen und fragen: "wie meinst Du das jetzt".
Ich bin der Meinung wir müssen auch fördern statt fordern (Scheixx, jetzt käme was aus dem Harz). Ich habe jetzt nicht mehr dazu zu sagen und bin aus diesem Thema raus.


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01.02.2019 11:35
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#83 RE: Vapen macht unfickbar
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Zitat von Overdampfer im Beitrag #82
Ich möchte bei meinen 4 Enkeln und einem Urenkel ja auch nicht ständig auf der Leitung stehen und fragen: "wie meinst Du das jetzt".


Fängt ja bei den Dampfer schon an. Fast alle Begriffe haben mit Deutsch nichts im Sinn. Einige Begriffe kann man noch nicht einmal deuten.


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01.02.2019 13:43
#84 RE: Vapen macht unfickbar
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kann eigentlich jedem Beitrag hier zustimmen, sind auch sehr lehrreich.

Aus der Zitatsammlung von snibble gefällt mir das besonders gut:
Drum ist die Jugend so schön, denn da hat man das Recht, dumm zu sein, und das Alter so traurig, denn da hat man die Verpflichtung, g'scheit zu sein.
Johann Nepomuk Nestroy (1801 - 1862) (nur der erste Satz, das mit dem gescheit sein klappt bei mir nicht so gut, bin wohl innerlich jung geblieben).

Jugendliche brauchen eine eigene Sprache für sich, das gehört irgendwie zur Entwicklung. Ich kenne nur wenige, die andauernd immer noch so sprechen, wenn sie älter werden. Also dass geht hoffentlich bei jedem vorüber.
Und jede Generation muss ja immer noch eins drauf setzen um sich von der vorherigen abzugrenzen und zu provozieren. Diese Entwicklung muss man wohl so akzeptieren auch wenn ich sie wirklich nicht schön finde und nicht weiß wohin das führt. Es ist doch so, dass der respektvolle Umgang miteinander leidet, wenn ich mein gegenüber sprachlich dauernd beleidige (hey Alter, f… Dich usw.).
aber zu dem Video: mit dem titel „vaping macht unsexy“ hätte das Ding wahrscheinlich 13 klicks und wäre im digitalen Datenmeer untergangen. Das F.. Wort ist auch bei comedians (Ja, Tamaskan alles wird verd-englischt) momentan sehr beliebt, sorgt halt für Aufmerksamkeit.

Mal so zur Entwicklung, damals zensiert, im Radio nicht gespielt, heute unverständlich:
<iframe width="854" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/_UFUcqXQd-4" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>jeder jugendliche zappt wahrscheinlich nach 10 sekunden weg, weil ihm zu unspektakulär.


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01.02.2019 16:12
#85 RE: Vapen macht unfickbar
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das mit dem nicht gscheit sein stimmt leider schon so, bin leider zu doof ein yt-video richtig hier zu verlinken, sorry-editieren geht nimmer


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01.02.2019 16:17
#86 RE: Vapen macht unfickbar
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www.youtube.com/watch?v=q2CinivMMI4

Ir(r)gendwie klappt das mit dem Code nicht (Video ist dann nicht vorhanden) - aber der Link zur "neuen deutschen Welle" geht

Ein wirklich nettes Vid aus der Tube - da kommen Erinnerungen


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01.02.2019 18:58
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#87 RE: Vapen macht unfickbar
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Das F-Wort gehörte zwar nie zu meinem gebräuchlichen Wortschatz, doch habe ich damals als Schüler durchaus in meinem Lateinbuch danach gesucht. Und hinten im Vokabelteil wurde ich fündig. Es waren also wieder mal die alten "Lateiner", die für Schweinkram gesorgt hatten.

Doch es stimmt schon, die Jugend will sich abgrenzen von den "Alten". Wir waren damals ja auch nicht besser. Nur kommen uns unsere damaligen Flausen harmloser vor oder wir haben sie schlicht vergessen.


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01.02.2019 23:28
avatar  LoQ
#88 RE: Vapen macht unfickbar
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LoQ

Eigentlich ist das "F-Wort" im deutschen viel zu alt um ein Aufreger sein zu können.... weiter oben habe ich ja versucht auszuführen, dass es sehr wohl eine Zeit gab in der das Wort wieder eine bestimmte Konjunktur hatte. Das ging vorbei, zwischen zeitig war es fast gänzlich weg und hat in den letzten Jahren wieder eine Konjunktur bei Comedians. Schaut mensch sich das Alter der Comedians so an, scheinen sie "alte" Begriffe (auch ihrer eigenen Sozialisation) reanimieren zu wollen.
Das Sprache immer wieder aufs Neue gefunden und erfunden wird ist ja nicht neu, das ist ein Teil dessen was den Reichtum von Sprache ausmacht. Einen großen Zufluß an präziserer deutscher Sprache gab es nach 1989, denn der Ostbürger sprach in der Regel ein weitaus profunderes "deutsch" als der Westbürger. Natürlich gab es Begriffe, die im Osten völlig neu besetzt waren durch die Geschichte der DDR, im Westen wäre dies nicht so sehr anders gewesen, wäre nicht auch durch die Internationalisierung der Weg für "ausserdeutsche" Einflüsse viel einfacher gewesen.

Klar Jugendsprache distanziert sich von Erwachsenensprache, setzt sich von dieser ab, erfindet, um in Vergessenheit zu geraten, stirbt ab und erfindet sich neu. Jugendsprache schafft es in den Duden, wenn Ausdrücke beharrlich werden, weil sie das Potential haben Worte zu ersetzen. Sprache bewegt sich immer und immer weiter. "Negermusik" gehört zu den geächteten Begriffen und das mit Recht. "Du Jude" oder "Du Opfer" gehören genauso selbstverständlich in die Ächtung. Schwieriger wird es werden mit Begriffen wie "alternative Wahrheiten" oder "Fake-News", denn hier begehrt ein z.T. nicht nur kleinbürgerliches Potential auf und versucht dank Geschichtsklitterung und Verharmlosung Zustände wieder gesellschaftsfähig zu machen, deren Ursprünge tief in die Ideologie des 3. Reiches gehören. Die Vorsicht, wer was wie versucht mit Sprache auszudrücken wachsen, auch wenn es in "Hochdeutsch" vorgetragen wird, und eigentlich sollte die Vorsicht wachsen und vielen Sätzen erst einmal hinterher gehört werden.

In Deutschland soll die genderfrei Sprache mehr Gewicht bekommen (was ich persönlich begrüße), auch hier werden wieder Menschen laut "Halt" rufen und womöglich die ihnen lieb gewordene Sprache verteidigen. Welchen Aufschrei gab es als die Interpolation geändert wurde, die neue Rechtschreibung etc.pp. Irgendjemand wird sicherlich aufstehen und den Konservativen "spielen", weil das althergebrachte doch so gut war.

Das hat jetzt nicht unmittelbar mit dem Wort ficken zu tun....denn das ist meiner Meinung nach zumindest ein relativ harmloses Wort, auch wenn es dem ein oder anderen nicht gefällt/nie gefallen hat.

Und nun versteht mich bitte nicht falsch, als in der Jugendarbeit tätiger (Bernie arbeitet an einem anderen Ende als ich), gehe ich mit den Jahrzehnten auch durch jede Menge Jugendsprachen. Ich kann mich jedes mal wegschmeißen wenn "älteres Influencerpersonal" den Begriff "nice" gebraucht. Mir würde es nicht einfallen mich sooo jung darstellen zu wollen, allerdings muss ich die "Sprachen" verstehen (egal ob ich sie mag oder nicht), denn die jungen Menschen haben Anliegen und können sie manchmal einfach nicht anders ausdrücken. Genau hier werde ich nie von ihnen verlangen zu versuchen meine Sprache zu sprechen, denn dann kann es echt passieren, dass ich sie damit mundtot mache. Das wird allerdings noch eine ganz andere Diskussion in der Sprache z.B. zum Herrschaftsinstrument wird.


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01.02.2019 23:44
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#89 RE: Vapen macht unfickbar
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( gelöscht )

Zitat von LoQ im Beitrag #88

Einen großen Zufluß an präziserer deutscher Sprache gab es nach 1989, denn der Ostbürger sprach in der Regel ein weitaus profunderes "deutsch" als der Westbürger. Natürlich gab es Begriffe, die im Osten völlig neu besetzt waren durch die Geschichte der DDR, im Westen wäre dies nicht so sehr anders gewesen, wäre nicht auch durch die Internationalisierung der Weg für "ausserdeutsche" Einflüsse viel einfacher gewesen.




Ich wüsste nicht, dass Ostbürger ein anderes Deutsch gesprochen haben. Wäre mir neu.


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02.02.2019 03:04
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#90 RE: Vapen macht unfickbar
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Man lernt halt nie aus, egal wie alt man ist. Lediglich das Zugeben fällt manchen Zeitgenossen schwer.


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02.02.2019 10:58
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#91 RE: Vapen macht unfickbar
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Zitat von Hans_H im Beitrag #90
Man lernt halt nie aus, egal wie alt man ist. Lediglich das Zugeben fällt manchen Zeitgenossen schwer.

Tja, ich kenne perfekt alle zwei deutschen Sprachen, Ost und West.


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