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29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#1 von lenichen , 02.12.2018 14:27

BUCHTIPP:

Zitat
Bei meiner Literatur-Recherche zu einem aktuellen Artikel über die Gesundheitsschäden des Tabakrauchens bin ich auf das Buch des US-amerikanischen Wissenschaftshistorikers Robert N. Proctor mit dem Titel „Golden Holocaust“ gestoßen. Der Untertitel des 2011 erschienenen Buches lautet „Origins of the cigarette catastrophe and the case of abolition“, was soviel bedeutet wie „Die Ursprünge der Zigarettenkatastrophe und ein Plädoyer für die Abschaffung der Zigaretten“. Das Buch umfasst insgesamt 737 Seiten mit 35 illustrativen Abbildungen und vielen instruktiven Tabellen einschließlich eines umfangreichen Anmerkungsapparates mit einem detaillierten Personen- und Sachregister.

„Golden Holocaust“ wurde ins Französische und Polnische übersetzt, aber leider nicht ins Deutsche, was den relativ geringen Bekanntheitsgrad dieses wichtigen Buches im deutschsprachigen Raum zum Teil erklärt. Bisher sind auch nur wenige Rezensionen auf Deutsch im Internet erschienen. Dazu gehört die sehr informative und auch kritische Buchbesprechung des Wirtschaftshistorikers Christopher Neumaier aus dem Jahre 2012, die mich zur Lektüre von Proctors Buch animiert hat und auf die ich mich in einigen Abschnitten meines Artikels beziehen werde. Eine weitere lesenswerte Rezension ist ebenfalls 2012 in der Berner Zeitung erschienen. Für die Mühen der Lektüre des „Buch-Ziegels“ von Proctor wurde ich mit vielen neuen Erkenntnissen, insbesondere über die empörenden kriminellen Machenschaften der US-amerikanischen und britischen Tabakkonzerne, belohnt.

Proctor beschreibt in seinem Buch die Zigarette als „deadliest artifact in the history of human civilization“
(„tödlichstes Artefakt in der Geschichte der menschlichen Zivilisation“)
und gibt an, dass den Zigaretten
im 20. Jahrhundert weltweit etwa 100 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.
Derzeit wird die Zahl der jährlichen
Todesopfer durch Tabakrauchen auf 7 Millionen pro Jahr geschätzt, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Weltnichtrauchertag 2017 bekannt gab [6]. In der Europäischen Union sterben nach Angaben der EU-Kommission derzeit jährlich etwa 700.000 Menschen vorzeitig an den Folgen des Rauchens. Allein in Deutschland fielen dem Tabak 2013 circa 121.000 Personen zum Opfer.

Aus meiner Sicht als Arzt und Rehabilitationsmediziner sei Folgendes ergänzt: Unter den zehn wichtigsten Risikofaktoren für die Krankheitslast und vorzeitige Todesfälle steht in den Ländern mit hohem Einkommen (ein Begriff der UNO), den sogenannten reichen Ländern, der Tabakkonsum vor Bluthochdruck, ernährungsabhängigen Risikofaktoren sowie körperlicher Inaktivität und Alkoholmissbrauch an erster Stelle.


Quelle zum weiterlesen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=47523

Was mir (wieder mal) sofort in den sinn kam...

...warum verwundert es mich mal garnicht, daß das buch nicht ins deutsche übersetzt wurde ?

...warum verwundert mich die scheinheiligleit der WHO nicht mehr wirklich ?

...wenn die WHO schon eingesteht und veröffentlicht, wieviele millionen tode der tabakkonsum verursacht und weiter bekannt ist,
daß tabakrauchen der risikofaktor nummer 1 für krankheiten und tod ist, warum dann unsere alternative dermaßen verrissen bzw. bekämpft wird ?

Aber ok, auch irgendwie klar: Die antworten kennen wir ja eigentlich alle schon lange.

Edit: Einige passagen bzw. erkenntnisse des autors sind mittlerweile zwar schon überholt bzw. widerlegt...

Zitat
Weiterhin geht er ausführlich auf die Manipulationen der Tabakindustrie ein. Er betont, dass die chemische Zusammensetzung von Tabak gezielt geändert wurde, um sowohl die Wirkstärke als auch die Suchtgefahr der Zigarette zu erhöhen. Das Verhältnis von Teer zu Nikotin im Tabak wurde zum Beispiel gezielt festgelegt: Die Höhe des Nikotingehalts muss gewährleisten, dass Raucher nikotinsüchtig werden, und der Teeranteil muss so eingestellt werden, dass der bittere Geschmack des Nikotins verdeckt wird. Insofern ist Tabak kein natürliches Erzeugnis, sondern ein im Labor entworfenes und industriell gefertigtes Produkt, das heißt ein Artefakt.



Wir müssen zwar eingestehen, daß unsere liquids zwar ebenfalls "artefakte" sind, aber eben nichts grundlegend schlechtes und verdammenswürdiges.
Wir wissen mittlerweile (auch dank prof. b. mayer), daß nikotin alleine keinesfalls das suchtgift per se ist und auch nicht bitter schmecken muß.

Hoffentlich setzen sich diese erkenntnisse langsam auch in der welt der tabakkonsumenten durch.
Ein buch wie dieses fördert aber in jedem fall die sensibilisierung der öffentlichkeit mit diesen themen und hoffentlich auch einsicht.

Noch was interessantes...bereits vor über 80 (!) jahren gab es hinweise auf das, was wir heute nunmehr sicher wissen:

Zitat
Lickint hatte schon 1935 auf der Grundlage seiner Forschungen herausgefunden, dass wahrscheinlich nicht das Nikotin, sondern das im Teer enthaltene Benzpyren das krebsverursachende Agens ist (S. 340). Proctor verweist in diesem Zusammenhang auch auf das monumentale 1.200 Seiten umfassende Werk von Lickint mit dem Titel „Tabak und Organismus. Handbuch der gesamten Tabakkunde“ aus dem Jahre 1939 (S. 161). Von Seiten der industrieabhängigen, aber auch der industrieunabhängigen amerikanischen und britischen Tabakforschung wurden diese Tatsachen bisher fast immer ignoriert.



Das diese erkenntnisse von den zitierten forschern befliessendlich ignoriert wurden verwundert wiederum mal garnüscht...


"Zum großen Bösen kamen die Menschen nie in einem Schritt, sondern mit vielen kleinen, von denen jeder zu klein schien für eine große Empörung.
Erst wird gesagt, dann wird getan."
Michael Köhlmeier (österr. Schriftsteller) am 4. Mai 2018 in seiner Rede vor dem Parlament

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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#2 von LenaDampf , 02.12.2018 21:49

Der Titel des Buches ist ja wohl ein schlechter Witz.



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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#3 von ophone , 03.12.2018 06:13

100 Millionen Rauchertote in einem Jahrhundert finde ich mal gar nicht so viel, wenn man bedenkt wieviele Menschen rauchen.
Vor allem im 20. Jahrhundert wurde sehr viel geraucht, jedenfalls in Industrienationen.


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#4 von lenichen , 03.12.2018 09:51

Nun ja, für sterbethemen ist es immer schwer passende titel zu finden. Sei es drum, wenigstens hat ein forscher ein weiteres aufklärendes buch veröffentlicht, auch wenn es hier bei uns im dt.sprachigen raum nicht publiziert wurde. Uns ging es eher um die verbreitung der sachverhalte.

Und so gesehen hat ophone schon recht mit "gar nicht so viel", wenn man bedenkt, wieviel opfer kriege in der zeit gefordert haben.
Nur mit dem unterschied, daß da klar war, daß es schnell aus sein kann.
Tabak rauchen hingegen produziert seine opfer ja schleichend und die "opfer" eliminieren und schädigen sich dabei freiwillig selber...

Ich bin jedenfalls froh, daß ich diesen dreck nicht mehr haben muss. Trotz dem wissen um die folgen haben ja trotz all der aufklärung der letzten jahrzehnte die allermeisten von uns aus welchen gründen auch immer trotzdem weiter gequarzt, aber glücklicherweise haben wir nun eine alternative gefunden, die uns auch zufriedenstellt.
Ohne all die negativen gesundheitl. bzw. monetären begleiterscheinungen, die rauchen mit sich brachte. HWV mal ausgeklammert...^^


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#5 von LenaDampf , 04.12.2018 06:07

Zitat von lenichen im Beitrag #4
Nun ja, für sterbethemen ist es immer schwer passende titel zu finden.


Mag sein, dass das oftmals nicht besonders leicht ist. Damit ist aber noch lange nicht geklärt, wieso sich der Autor des Buches eigentlich als so dermaßen unsensibel-blöd outet, indem er das Treiben der Tabakindustrie als einen erneuten Holocaust zu verkaufen versucht. Denn über eines sind wir uns doch wohl einig: Gleichsetzen, in welcher Weise auch immer, lässt sich das eine mit dem anderen natürlich in keinster Weise. Oder bist du da etwa anderer Meinung?



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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#6 von TKK-Dampfer , 04.12.2018 09:06

Zitat von LenaDampf im Beitrag #5
Denn über eines sind wir uns doch wohl einig: Gleichsetzen, in welcher Weise auch immer, lässt sich das eine mit dem anderen natürlich in keinster Weise. Oder bist du da etwa anderer Meinung?


Das kommt wohl drauf an, von welcher Seite du das betrachtest. Wenn es um die pure Zahl an Toten geht, kann man das durchaus machen.
Damit stellt sich die Frage ob es einen Unterschied macht, warum / durch was Menschen getötet werden. Da kann man durchaus den Standpunkt haben:
Es ist egal mit was / warum man Menschen umbringt. Mord ist Mord. Ob der Mord dann durch Ideologie begründet wurde oder durch wirtschaftliche Gier,
spielt dann keine Rolle mehr.


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#7 von lenichen , 04.12.2018 09:36

Zumal der unsensible blödel so dumm nicht sein kann, wenn er es als forschender wissenschaftler hinbekommt ein sachbuch mit 737 Seiten , vielen instruktiven Tabellen einschließlich eines umfangreichen Anmerkungsapparates mit einem detaillierten Personen- und Sachregister hinzubringen.
Ich könnte das nicht und viele andere auch nicht und deshalb bewundere ich solche menschen.
Zumal der begriff holocaust per def. nicht nur für die schandtaten der nationalsozialisten an den Juden verwendet wird, sondern auch mfür jegliche massenvernichtung menschlichen Lebens wie zB. einen atomaren Holocaust.


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#8 von LoQ , 04.12.2018 10:40

Die meiner Meinung nach bessere Rezension (inkl. "unserer" Bauchschmerzen mit dem Titel) findet sich hier: https://www.hsozkult.de/publicationrevie...ezbuecher-19418 (in dem Artikel auch erwähnt).


"Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." E.Snowden

"Nationalism is an infantile disease. It is the measles of mankind." - Albert Einstein

...die Arche wurde von Amateuren gebaut...die Titanic von Profis...


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#9 von lenichen , 04.12.2018 12:23

Danke für die zusatzbeschreibung. Letztendlich hatte mich dies zu diesem Thread bewogen:
" ihm ist eine beeindruckende Studie gelungen, die für eine Vielzahl von Lesern eine Fülle an Informationen bereithält."


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#10 von LenaDampf , 06.12.2018 07:48

Wer in redlicher Weise vom Holocaust spricht, kann sich dabei selbstverständlich nur auf eines beziehen - nämlich auf den nationalsozialistischen Völkermord an über 6 Millionen europäischen Juden (wobei man andere Opfergruppen dabei natürlich nicht unterschlagen sollte). Und wer etwas anderes trotzdem in dessen Nähe zu rücken versucht, darf sich halt nicht darüber beschweren, spontan erst einmal für ein Relativierer des bisher größen Menschheitsverbrechens gehalten zu werden.

Fairerweise möchte ich dazu aber auch noch aus einem Artikel der "Berner Zeitung" zitieren: "Der Titel ist provokant: «Golden Holocaust». Der renommierte Wissenschaftshistoriker an der Stanford University in Kalifornien ist sich der Problematik wohl bewusst, wie er auf Anfrage klarstellt. Proctor hat sich mit seinen Büchern zur Rassenhygiene und zur Krebsforschung im Nationalsozialismus einen Namen gemacht. «Ich weiss, dass der Genozid an Europas Juden nicht mit den Opfern des Rauchens zu vergleichen ist. Mit dem Begriff ‹Holocaust› verwende ich eine starke Rhetorik, die auch auf Provokation setzt», bekennt er." (https://www.bernerzeitung.ch/schweiz/sta.../story/24636770)

Immerhin also: Proctor ist sich zumindest darüber bewusst, dass sich sein "Holocaust" nicht mit dem realen vergleichen lässt - von einer Gleichsetzung natürlich ganz zu schweigen. Und er gibt sogar zu, was ihn bei der Titelwahl seines Buches letztendlich geritten hat: nämlich der Versuch, auf doch recht plumpe Weise provozieren zu wollen.

Und übrigens: Während durchs Rauchen allein in Deutschland jährlich 120.000 Menschen sterben, führen auch bei 74.000 Menschen die direkten oder indirekten Folgen ihres Alkoholkonsums zu einem frühzeitigen Ableben. Wer also behauptet, dass die Tabakindustrie einen Holocaust betreibe, müsste demnach also auch jeden Brauereibesitzer zumindest als einen halben "KZ-Schergen" bezeichnen. Das aber wird sich hier, wie ich doch sehr hoffe, wohl keiner trauen. Ergo: Verurteilt von mir aus die Tabakindustrie aufs Schärfste. Aber erkennt dabei bitte auch immer noch das, was ihr Tun von einem Verbrechen wie dem Holocaust unterscheidet.



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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#11 von TKK-Dampfer , 20.12.2018 09:09

Hm was mich nur wundert (der Grund warum ich den Beitrag der NDS mal verlinkt hatte) ist diese Aussage:

Zitat
fighting science with science, creating doubt, fostering ignorance



Auf deutsch

Zitat
die Wissenschaft mit der Wissenschaft zu bekämpfen, Zweifel zu schaffen, Unwissenheit zu fördern.



Kommt das jemanden bekannt vor? Die meisten Post drehen sich um den provokanten Titel des Buches.


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#12 von Michigan , 20.12.2018 20:07

Das ist auch schwer einzuschätzen, wenn zwei unterschiedliche Interessen verfolgt werden. Jeder versucht seine Position in den Vordergrund zu bringen.

Gab da letztens eine Studie, die gezeigt hat, wie Studien manipuliert werden, statistisch. Da hat ein Team eine tolle Diät wissenschaftlich nachgewiesen.
Schlank durch Vollmilchschokolade....

Die wurde denn in Fachmagazinen ausgegeben, und die Macher bekamen noch einen Preis.

Als der Schummel denn bekannt wurde, haben einige dumm dreingeschaut.

Es ist zu einfach Studien zu veröffentlichen.
Ohne Überprüfung ist jede Studie mit Vorsicht zu genießen.

Darauf wird beim Thema Ezig gerne drauf verzichtet. Und wenn später ein anderes Ergebnis bekannt wird, das geht denn halt unter, wird ja nicht benötigt. Ziel erreicht...


 
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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#13 von TKK-Dampfer , 20.12.2018 21:37

Zitat von Michigan im Beitrag #12
Es ist zu einfach Studien zu veröffentlichen.
Ohne Überprüfung ist jede Studie mit Vorsicht zu genießen.


Klaro. Mir gings aber letzendlich mehr um die Methodik. Und ich finde das wird heute von den Gegnern der E-zig
bis ins letzte Detail perfekt zelebriert.
Oder denkt jemand das Big-P und die ANTZ nicht wissen was Big-T damals so veranstaltet hatte?


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#14 von Michigan , 20.12.2018 22:25

Dass heute die WHO & co zum Thema Ezig Fake News und Pseudo wissenschaftlich argumentieren ist soweit klar. Da würd gezogen und gelogen, was das Zeug hält.

Denen geht es ja nicht nur um den Dampf, sondern das ganze Gefüge der Tabac Control ist in Begriff sich aufzulösen.

Wenn die es ehrlich meinen, müssten sie die Ezig feiern und nach Hause gehen... Aber das genau wird nicht freiwillig passieren.

Und somit machen sie die Wissenschaft zu einer Glaubensrichtung. Da eh skurrilen Behauptungen und Studien widersprochen wird, so greift nur die Glaubwürdigkeit. Nicht bei denen, die nicht alles glauben und sich weiter informieren. Aber da sind wir eine Minderheit.

Dass es bei der WHO & co nicht mit rechten Dingen zugeht, das ist nix neues. Nicht nur beim Thema Dampfen.
Das eigentliche Problem ist eine Übergeordnete "Institution, die nicht kontrolliert wird. Was die sich leisten ist schon mehr als bedenklich...Andersdenkende werden einfach ausgeschlossen. Die COP Konferenzen sind nur die Spitze eines Eisberges. Es geht auch nicht mehr um die Gesundheit, sondern ein Wirtschaftskrieg. Und in einem Krieg wird gelogen,... Strategie... Aber das war in einem Krieg noch nie anders.

Krass ist, dass dieses Verhalten geduldet wird. Und Studien im eigenen Sinne interpretieren ist Teil einer Strategie.

Viele Studien sind völlig korrekt, aber wie bei den Kokeostudien wird heute noch von Formaldehydende und Krebserregenden Substanzen gesprochen, die bei vorgesehenen Betrieb irrelevant sind.

Die Studie selbst sagt auch aus, dass unter vorgesehenen Bedingungen nur winzige Mengen Schadstoffe entstehen.

Ich denke, die Interpretation und Verbingen von Fakten ist das Problem, Übertreibung und Statistik erledigen den Rest.

Verunglimpfung ein weiteres, beliebtes Mittel. Und wer sich positiv zur Ezig äußert ist Lobbyist der Tabaklobby,. Unbequeme Studien wie aus Hamburg werden von Bezahlkomnandos manipuliert...

Zwar fehlt bis heute ein Nachweis für solch Behauptung, aber in Zweifel Ziehen hinterlässt immer auch einen Faden Beigeschmack.
Könnte ja sein und kann nicht ausgeschlossen werden.

KONJUNKTIVE

Und viele Halbwahrheiten.... Die machen das geschickt, dass es sehr viele Glauben. So sehr, dass die meisten glauben, die Ezig ist so schädlich wie Zigaretten oder schädlicher.

Es ist auch das Spiel mit den Ängsten, und verunsichern ist Strategie.

Wer das alles nach und nach durchschaut, der mag das gar nicht glauben wollen, dass es so etwas gibt...


 
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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#15 von ophone , 20.12.2018 22:29

Das mit dem Holocaust-Vergleich ist schon ein starkes Stück und diskrediert in meinen Augen den Autor.
Die Juden, Roma und Sinti und andere sind nicht freiwillig vergast worden, die Raucher wurden aber normalerweise nicht zum Rauchen gezwungen.


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#16 von Michigan , 20.12.2018 22:33

Ich denke auch, die freie Wahl zu haben soll genommen werden. Nach WHO sollen Ezigs verboten werden. Das Ende Game ist das Ziel, aber bitte nicht zu schnell....


 
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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#17 von TKK-Dampfer , 20.12.2018 23:24

Zitat von ophone im Beitrag #15
Das mit dem Holocaust-Vergleich ist schon ein starkes Stück und diskrediert in meinen Augen den Autor.


Holocaust hat nicht zwangsläufig alleine mit Verfolgen von Juden oder sonstigen Völkergruppen zu tun.
Ja der Völkermord war Mord an Millionen und schlimm das soll auch nicht verharmlost werden.

Der Autor hat das bewusst gemacht, auch mit dem wissen, das manche genau so reagieren können.
Aber wenn man bedenkt, wie belogen Menschen wurde damit sie freiwillig das Risiko eingehen zu sterben.

Oder würdest du jemanden, welcher andere dazu überredet vom 10.ten Stock zu springen nicht verurteilen?
Dennoch sollte das genau nicht das Thema sein. Sondern mir geht es um die Methoden der Täuschung und
Irreführung, welche heute noch genauso angewendet werden. Und solche Methoden sind schon sehr alt und
auch erprobt. Das soll ins Bewusstsein der Menschen kommen.

Nur macht das heute nicht nur die Tabakindustrie sondern ganz viele haben das als Methode entdeckt
ihre Geschäfte zu machen indem sie sog. wissenschaftliche Studien verbreiten und damit die Menschen
bewusst anlügen. Die einen verkaufen Gesundheit, welche bei genauem hinschauen gar nicht so gesund ist.
Die anderen lasse guten Methoden alt / schlecht aussehen um die eigenen Produkte zu performen.
Man denke nur an die immer wieder kehrende Methoden Grenzwerte für Bluddruck, Diabetes usw. ständig
niedriger zu machen um Medikamente verkaufen zu können. Und gerade bei Diabetes wurden sehr viele
schneller in Jenseits befördert wegen zu niedriger Zielwerte. Ist das nicht auch Mord an wie viel Millionen?

Klar die haben nicht mit Gewehren und sonstigen Tötungsmaschinen gearbeitet. Aber ist das nicht egal warum ein
Mensch ablebt, bedingt durch das bestreben anderen?


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#18 von TKK-Dampfer , 20.12.2018 23:27

Zitat von Michigan im Beitrag #16
Ich denke auch, die freie Wahl zu haben soll genommen werden.


Ja das können wir beobachten, wenn wir die Versuche den Nannystaat immer weiter voran zu treiben.
DIe armen Bürger sind doch unfähig solch komplexe Themen zu verstehen. Also bringt man wissenschaftliche Beweise
wenn die nicht jubelnd angenommen werden, muss man die Menschen zu ihrem Glück zwingen. Das ist so all
gegenwärtig das wir das meist gar nicht mehr richtig wahrnehmen.


TKK


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RE: 29.11.2018 NDS: Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

#19 von Michigan , 21.12.2018 00:48

Nach Schätzung werden noch vor Ende des Jahrhunderts 1 Milliarde Menschen an den Folgen des Rauches sterben.
Ich lasse die Zahl so stehen, das ist nicht entscheidend.
Entscheidend ist, dass genau das verhindert werden kann, aber nicht getan wird. Im Gegenteil, es wird gar dagegen gearbeitet.

Mit dieser Vorgabe gut schlafen können, dazu gehört schon eine deftige Portion Skrupellosigkeit. In anderen Bereichen ähnliches Verhalten, wie schon erklärt wurde.

Das menschliche Leben und Gesundheit ist ein wertvolles Geschenk. Und es mag Menschen geben, die damit leichtsinnig umgehen. Aber wenn ein Schäden vermeidendes Genussmittel wie die Ezig bekämpft wird, und ein nachweislich schädigendes dadurch weiter genutzt wird, denn läuft etwas gewaltig falsch..

Das Ziel kann nur sein, End Game..so die WHO. Dabei rechnen sie mit Todesfällen durch Rauch in Milliardenhöhe.... End Game für wenn? Ich denke, die nehmen das wortwörtlich, nur das Ziel ist ein anderes, wie es scheint.

Dass Wissenschaft zu non Wissenschaft betrieben wird, um Ziele umzusetzen, das sollte wirklich Grund zur Besorgnis geben. Das ist menschenverachtend und skrupellos.

Gegen die Flut non wissenschaftlicher Berichte und Schlagzeilen, da sehe ich erst einmal keine Besserung. Das hört erst auf, wenn das End Game für die WHO selbst zuschlägt.

Es bleiben nur die harten Fakten, die das ganze Thema zurecht rücken können. Angefechtet wurden harte Fakten nicht. Aber durch eigene Ausgetauscht, und somit Widerspruch zu erzeugen.

Im Grunde geht es auch um viel mehr als nur die Ezig. Schadenminimierung statt quit or die. Die freie Wahl der Möglichkeiten zu haben, und.vollständige Aufklärung auf der Basis harter Fakten. Unverfälscht und frei von Manipulation , Ideologie, wirtschaftlichen Interessen.
Konjunktive generell nicht zulassen, wenn dadurch ohne Nachweise Spaltung betrieben wird. Auch nicht in der Diskussion.

Wenn Menschen die freie Wahl haben, dann wird Schadenminimierung und Vermeidung erst möglich.
Der Boom auf die Alternative Ezig ist immer noch da. Es ist nicht so, dass Menschen nix einschätzen können. Die meisten Umsteiger wissen genau, warum sie das tun.


 
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